Tour 6 St. Florent, Bastia

Der erste Streckenabschnitt für heute führt uns von Algajola auf direktem Weg nach St. Florent. Dort müssen wir natürlich zuerst einmal zum Hafen. Es ist immer wieder interessant die großen Yachten und Segelschiffe zu bestaunen.

Die Stadt selber ist nett mit ihren alten Häusern an der Strandpromenade und ihrem großen Hafen. Sie ist uns touristisch aber viel zu überlaufen.

 Die Fahrt führt mit tollen Ausblicken über die Bucht von St. Florent in die Berge zum Col de Teghime. Oben auf dem Col geht eine kleine abenteurlich steile und kurvige Straße links zum Serra di Pigno. Kann man nicht drauf verzichten!!! Hinter jeder Kurve neue Ausblicke links über oben erwähnte Bucht, rechts liegt der Golf von Bastia. Einfach fantastisch!
Oben angekommen weiß man gar nicht wohin man sich zuerst wenden soll. Wir wenden, um bis Bastia zu kommen. Von dort die D 31eine über der Bucht liegende kleine Straße. Vorbei an San Martino schraubt sie sich in kleinen engen Kurven immer höher, bis sie bei Tour wieder mit der Küstenstraße zusammen kommt. Bastia, Col de Teghime links bis Oletta. Auf dieser schmalen Straße fuhr ein Twingo so rasant vor uns her, das wir keine Chance hatten vorbei zu kommen. Und das obwohl der beste Fahrer der Welt es nicht leiden kann, wenn ein Auto vor uns her fährt! So einen Fahrstil, mit so einem Auto haben wir noch nie gesehen.
Hinter Oletta wählen wir die für Lastverkehr verboten Strecke zur Ostküste. Geil!!! Absolut nicht befahren, verengt sich die Straße zu einer Schlucht. Da Mittagszeit ist wählen wir einige bequem aussehende Felsen zum Pausenplatz aus. Schön! Über uns kreisen irgendwelche riesigen Vögel, Super Wetter, tolle Ausblicke. Erst als wir unsere Blicke in die Tiefe der Schlucht schweifen lassen, sehen wir einige Autowracks. Das gibt dann Stoff zum Nachdenken. Wenn Du hier abschmierst, nützt Dir kein Handy oder die Telefonnummer Deines Hotel. Hier findet Dich keiner. Welche Art Vögel kreist eigentlich da oben???
An der Ostküste angekommen, wählen wir den bequemen Weg bis Murato. Laut Karte geht es dahinter auf kleinem, zuerst weißen dann nur noch gestricheltem Weg bis zur D81. Sollen wir? Welche Frage! Natürlich! Und es stellt sich heraus das es perfekte Straßen, klein und kurvig, aber mit griffigem Belag sind. Wälder wechseln mit Felsen, überall Quellen dementsprechend irre viel Grün! Nach einiger Zeit ändert sich die Umgebung, wir kommen in eine Gegend mit schroffen grünen Schiefer/ Kupferfelsen. Die Sonne steht schon recht tief, so dass es richtig glänzt. Noch ein bisschen weiter und wir sind in einer tollen herbstlich gefärbten Heidelandschaft mit lieblichen Hügeln. Wunderschön!
Es ist richtig schade dass wir die Hauptstraße erreichen. Es ist als wenn man in eine andere Welt kommt. Da es so schön ist, erkunden wir, obwohl wir vorhatten den direkten Weg nach Algajola zu nehmen, noch einige kleine unbekannte Straßen in den Bergen hinter Algajola. So ist es auch heute wieder, ein langer aber äußerst befriedigender Tag geworden.

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