Tour 2, Konitsa - Ioanina

Als wir wach werden, hören wir es schon: strömender Regen. Ein Blick aus dem Fenster rät uns zu einer weiteren Schlummerrunde. Und so machen wir uns gaaaanz langsam fertig, frühstücken und packen in aller Ruhe.

Das Thermometer zeigt 10Grad und die Schleusen sind nach wie vor geöffnet.

Aber beherzt wie wir sind, packen wir unser Möppi voll, um dann ganz schnell alles wieder abzupacken.
WIR HABEN EINEN PLATTEN, und einen Nagel, wo er nicht hingehört.

Kurzerhand räume ich Bänke und Tische der überdachten Hotelterrasse leer, wir schieben das Moped dorthin und die Sozia darf beweisen, dass sie zum Nägel ziehen geeignet ist.

Mit Ausdauer geht eben doch alles J.

Mit einem Reparaturset, ist der Reifen bald wieder fit  und das immer mit schönem Ausblick auf den Fluss und trotz Starkregen trocken, dank der Überdachung.

Jetzt noch schnell zur Tankstelle, das Gas aus der Kartusche gegen Luft getauscht, zurück zum Hotel: Taschen und Koffer aufgeladen, Terrasse wieder aufgeräumt und wir fahren weiter.

Der Chef des Hotels war nicht da und die Angestellten kümmerten sich nicht um Dinge die draußen im Regen passierten J

Es ist immer noch sehr feucht, aber zwischen dem ganzen Regen sehen wir nach der Überquerung des nächsten Berges, erst einmal geht es nun in die Höhe, schon wieder etwas mehr von Landschaft und Straße.

Von Konitsa  aus über extrem kurviger Strecke :
Smixi – Mavramel quer durch das
Pindos –Gebirge.
Wir passieren den Vasilitsa Pass – ein Ski Gebiet in 2249m Höhe.

 

Die Strecke führt auf 1700 hoch, vorbei an Schnee (zur Erinnerung – Sommerurlaub in Griechenland, Mensch war das kalt hier), fast hinter jeder Schlucht ein gewaltiger Gebirgsbach, grandios.

Mittagessen in einem kleinen Gebirgsdorf: Mit Händen und Füßen versuchen wir Essen zu bestellen, bis die Bedienung schließlich ein Tablett mit verschiedenen gefrorenen Fleischteilen zur Auswahl brachte.

Die Wahl war schlecht! Aber sie brachten uns auch einen kleinen fahrbaren Heizkörper den, wir dankbar umarmten!

Hinter Mavramel rechts –Richtung Metsovo. Gut ausgebaut, allerdings sehr kurvig und oftmals zu eng zum Überholen (nicht weiter schlimm – zum überholen ist gar keiner da!), rechts und links die Felsen des Gebirges, imposant mit grandiosen Panoramen.

Vor Metsovo biegen wir auf eine kleine schmale Straße, noch kurviger und noch enger. Diese führt zum Apos Lake, gigantisch in dieser Gebirgswelt.

Vor allem die Straße: man nennt sie die Dirty-Road!

Diese Straße wird immer wieder von den Flüssen überspült, so dass sich tiefe Furten gebildet haben. Mehrmals steigen wir ab, um die Tiefe der Furt und die verborgenen aber immer gegenwärtigen Schlaglöcher zu überprüfen.

Hier wurde unsere Gummikuh zum Flusspferd, und ich als lebendes Navisystem  (ich lese hinten sitzend die Karte und weise meinem besten Fahrer der Welt den Weg) packte meine nautischen Karten aus und führte uns sicher zu unserem Hotel in Ioanina.

Eine alte Stadt mit Basargassen, in denen klitzekleine Geschäfte untergebracht sind und man wunderbar bummeln kann, was wir nach diesem ereignisreichen Tag auch machen.

            Tageskilometer ca. 230km

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