Tour 4, Delphi - Pilion

Am heutigen Morgen ist erst einmal Kultur angesagt:

Delphi ist eines der markantesten und eindrucksvollsten Reiseziele in Nordgriechenland. Das Orakel – Heiligtum, einst als „Mittelpunkt der Welt“ verehrt, befindet sich an den gewaltigen Abhängen des schon gesteren befahrenen Parnass-Massiv oberhalb einer 200m tiefen Schlucht. Vom gestrigen Regen keine Spur mehr, bei der Besichtigung wird uns schön warm.

Gegen Mittag brechen wir auf, Richtung Pilion.
Vielleicht liegt es daran, dass wir dem Orakel von Delphi nichts gespendet haben? Jedenfalls ist der griechische Wettergott uns nicht gut gesonnen.

Wir sind gerade mal 10km vom sonnigen Delphi entfernt, in Richtung Pass unterwegs, da öffnen sich die Himmelschleusen erneut.
Es regnet!!!! Wahre Sturzbäche ergießen sich über uns, Sichtweite unter 20m, Passhöhe 1800m,
Temperatur 8Grad

Aber irgendwann, wir zählen inzwischen schon die hinabführenden Höhenmeter, wird es wieder heller und trockener. Im ersten Gebirgsort halten wir auch an, um uns mit Kaffee und Essen zu stärken und aufzuwärmen.

In einer kleinen (3Tische, 10 Stühle), super -super gemütlichen, urigen (ich habe gar nicht genug Worte!) Taverne am Marktplatz gelingt uns dies auch.

In typisch griechischer Gastfreundschaft (Geschäftstüchtigkeit) werden wir warm und satt.

Der Chef des Hauses wird von irgendwo her geholt um den Kamin an zu machen und zu kochen.

Die Chefin selber empfiehlt uns ihre selbstgemachten Biftekis, auf Kosten des Hause noch einen Teller Bohnensuppe, so fahren wir gut gestärkt weiter.

Eigentlich wollten wir den direkten Weg zum Pilion fahren, da aber mittlerweile die Sonne scheint und wir wieder voller Tatendrang sind, bauen wir kurzerhand die Strecke ein wenig um.
Wir finden ein super Strecke über den Mount Othris: Neos Plamas – Efxinoupoli.
Eine sogar unerwartet  schöne Strecke, mit natürlich unendlich vielen Kurven, dunkelroter Erde, Wälder, zig sprudelnde Gebirgsbäche, aber auch unerwartet viel Tierhaltung
J
Immer wieder kreuzen Schweineherden mit ihren Ferkeln unseren Weg, steht ein Pferd (nein nicht auf dem Flur) am Straßenrand, Rinderherden, Schaf-, Ziegenherden, ganze Rudel wilder Hunde setzen zum Sprung an!

Aber leider machen wir an diesem eh schon aufregenden Tag noch einen gewaltigen Fehler.

Da wir partout  nicht die Hauptstrasse befahren wollen, wählen wir die ungeteerte Nebenstrasse. Normal kein Problem, und den morgigen Regen – der war ja auch 150km weiter südlch- haben wir irgendwie aus unserem Gedächtnis gestrichen.

Ja, und aufgetrocknet war eben nur die Oberfläche, die Staubstraße war in Wirklichkeit ein Schlammloch, in welchem wir uns dann nach nur 100m wiederfanden.

Junge, wir sahen vielleicht aus!!!. Nur unsere Helme sind sauber geblieben!!!!

Nachdem wir unserm Flusspferd, ich glaube die suhlen ganz gerne im Schlamm, wieder auf die Beine geholfen haben, nehmen wir doch die Hauptstrasse, um zu unserer Unterkunft auf dem Pilion zu kommen.

Ein weiterer aufregender Tourentag geht nun nach Kultur und Wetterschock, super schönem Cruisen inklusive Bodenkontakt nach 250 Tageskilometern zu Ende.

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