Tour 5, Pilion Norden und Ostküste

Der Pilion ist eine Halbinsel im Osten Griechenlands. Es ist die Heimat der Zentauren, jene Fabelwesen der griechischen Mythologie: menschliche Oberkörper auf einem Pferdeleib.

Auf der Halbinsel findet man einsame Sandbuchten, fast menschenleere Strände, am Rand der glasklaren Ägäis.
Wald, Wasserfälle, Schluchten und in der Mitte ein gewaltiges Gebirge, welches sich von Nord nach Süd streckt. Hier traditionelle Bergdörfer aus massiven Steinblöcken, Schindeldächern und viel Holz, Dorfplätze unter jahrhunderte alten Platanen.
Es gibt keinen Massentourismus, Hotelanlagen findet man hier nicht.
Da der Pilion in den letzten Jahren von den Griechen selber gerne besucht wird, entstanden einige individuelle familiär betriebene Unterkunftsmöglichkeiten.

Auf dem Pilion findet der Motorradfahrer ideale Bedingungen vor: viele Kurven – relativ guter Belag, die meisten Straßen entstanden erst in den 90er Jahren.

Allerdings müssen wir ständig mit Steinschlag, Baustellen oder Rollsplitt rechnen: eine Folge der großen Temperaturunterschiede von Sommer und Winter – der Schnee liegt im Gebirge im Winter nicht selten 6m hoch!!!

Unsere Rundfahrt beginnt an der Küste vorbei nördlich bis Volos, dann über den Gebirgszug zur Westküste. Unterwegs der Ort Makrinitsa: der Balkon des Pilions – vom Dorfplatz aus haben wir einen sagenhaften Rundumblick auf Volos, die Bucht und die Serpentinen.

Dann das schöne Bergdorf Portaria, von hier aus wird die Gegend zunehmend karger und felsiger, wir müssen auf Steinschlag achtgeben.

Auf unserer Strecke zur Ostküste kommen wir auch durch Hania, ein Dorf wie aus einem kanadischen Holzfällerfilm: auf 1210m Höhe liegt hier oft um Ostern rum noch meterhoch Schnee.

Hier werden Felle, Honig und Teppiche verkauft, die Griechen üben sich im Wedeln.

Getäfelte Holzfassaden und offene Feuerstellen in den Cafes und Tavernen.

Der Ort Zagora an der Westküste und von hier die Serpentinenstrasse nach Chorefto – der ehemalige Hafen Zagoras.

Es ist eine ewige Kurbelei auf der schmalen mit Schlaglöchern gespickten Straße, im Winter toben hier heftigste Unwetter, man sieht immer wieder die Schäden, welche durch in reißende Flüsse verwandelte Gebirgsbäche angerichtet haben.

Wir sehen Quellen, die mitten im Asphalt munter sprudeln!

Fast hinter jeder Kurve ein Wasserfall, wir tauchen ein in uralte, dunkle Wälder, um im nächsten Augenblick wieder einen Wahnsinnsausblick auf die Steilküste zu haben.

Die Strände der Westküste sind ein Eldorado für Surfer.

 Wir fahren die Küste weiter hinunter bis Milopotamos. Wer hier zum Strand möchte, muss 117 Stufen vom Parkplatz hinunter zur Bucht steigen. Die Traumbucht ist die Mühe aber mit Sicherheit wert.
Auf der gesamten  Strecke an der Ostküste führt der Weg immer wieder ins Gebirge, um beim nächsten Ort in endlos langen Serpentinen wieder hinunter zum Meer zu führen.

Es sind extreme Steigungen, superschmal auch die verwinkelten Ortsdurchfahrten. Die Straße von Hofeinfahrten mitunter kaum zu unterscheiden, verwirrend die Straßenschilder.

Hinter Milopotamos geht es über Millees zurück nach Kala Nera.

Eine anstrengende, aber interessante Tour endet nach 9 Stunden und Tageskilometer  180.

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