Tour 7, Meteora Klöster und Pindus - Gebirge

Wir fahren auf zügiger Strecke zu den Klöstern.
Zweifellos nicht nur eine der schönsten Landschaften Griechenlands, sondern der ganzen Welt.
Steht so im Reiseführer; wir haben die ganze Welt noch nicht gesehen, aber das hier ist in der Tat faszinierend!
Stalagmitförmige, dunkle Felsen ragen am Rande der thessalischen Tiefebene hoch in den Himmel. Inmitten der Ebene: himmelhohe, riesige Steinsäulen und bizarre Felsnadeln – Der steinerne Wald am Rand ist in der Tat unvergesslich.

Die Klöster, gebaut auf diesen Nadeln, zwischen Himmel und Erde, sind natürlich ein touristisches Hightlight und voll in deren Hand.
Trotz allem ist eine Fahrt hierhin ein Muss! In den Sommermonaten ist eine Besichtigung morgens um 9 Uhr ratsam. Jedes Kloster ist mit dem Fahrzeug erreichbar, vom jeweiligen Parkplatz ca 5 – 10 Minuten zu Fuß.
Allerdings sind die Straßen sehr schmal, besonders wenn Busse entgegenkommen.

Wir besuchen das letzte und auch das größte Kloster: Grand Meteora.
Vom Parkplatz aus gehen wir zuerst ein alte Treppe hinunter, dann eine neue zum Kloster wieder hinauf, 2Euro Eintritt und einen Rock über meine Motorradhose (Frauen ist das Betreten in Hose verboten) und wir dürfen eintreten.
Interessant die alte Küche (ich glaube die haben immer gut gegessen- die MöncheJ), die Schädelkammer (eine Wand mit Regalen voller Schädel, eine mit Knochen gut bestück-gruselig), imponierend die Kirche mit Malereien und Schnitzereien vom Boden bis zur Decke,
eine Sammlung uralter Bücher, handgeschrieben und mit Malereien versehen war das älteste von 990, und last but not least: überwältigend die Aussicht von der Terrasse aus.

Noch überwältigender die Aussicht von unserem folgenden Picknickplatz, Kultur macht eben hungrig. Zwischen all diesen gigantischen, glatten Felsnadeln und den Klöstern, fühlen wir uns ein kleines bisschen kleiner, irgendwie dem Himmel ein Stückchen näher.

Gut gestärkt verlassen wir den steinernen Wald und fahren erste einmal ein Stück Richtung Osten, um  dann auf eine kleine, schmale Waldstraße abzubiegen, welche ins Pindosgebirge führt.
Die ersten 20/30 Kilometer waren nichts besonderes, halt nur sehr kurvig, auch unsere schon gut bekannten schwarzen Wolken finden sich auch bald ein, so dass wir schon ans umkehren denken.

Am Berggipfel angekommen, ändert sich aber alles schlagartig.  Es geht ein Stück ins Tal hinunter, die Sonne setzt sich auch durch, neben uns ein munterer Gebirgsbach, der auf dem Weg zum Tal immer breiter wird.  Wir fahren wieder auf 1200m hoch, um in dieser Höhe für die nächsten 70km zu bleiben
Uns bieten sich nun sagenhafte und spannende Ausblicke auf eine grandiose, teilweise schneebedeckte Gebirgswelt. Doch nicht nur die Ausblicke waren spannend, jede Kurve wird spannend, da uns dort hinter mal wieder die gesamte Tierwelt Griechenlands erwartet: mal ne Kuh oder mehrere, Pferde, Esel, Ziegen, Schafe, alles natürlich von wütenden Hunden bewacht.

Es erwarten uns aufgerissene, weg gebrochene, nicht gesicherte Asphaltdecken, einsame Gebirgskirchen, wunderschöne Rastplätze (kein Asphalt – aber Picknickplätze?) Dörfer, Pertouli + Elati, geschmückt und gepflegt, man könnte in Tirol sein!

Die Straße führt wieder raus aus dem Gebirge, zum Schluss noch eine dieser sagenhaften Steinbrücken und ein kleiner Wasserfall und wir haben das Gebirge hinter uns.

Tatsächlich endet das Gebirge ohne jeden Ausläufer in einer flachen Ebene!

Nun aber den schnellsten Weg zurück, der Tag endet mit mal wieder sensationellen Eindrücken nach 11 Stunden und Tageskilometer  450.

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